Blutdrucktabelle – wichtige Aspekte um den Blutdruck zu beurteilenBlutdruckmessgerät

Mit der Hilfe einer Blutdrucktabelle ist es möglich seine eigenen Blutdruckwerte über längere Zeit einzustufen und zu beurteilen. Der gemessene Blutdruck wird dabei in Millimeter Quecksilbersäule (mmHG) angegeben. Dabei werden zwei verschiedene Blutdruckwerte angezeigt: auf der einen Seite der systolische und auf der anderen Seite der diastolische Wert. Nachfolgend wichtige Informationen zu den beiden Blutdruckwerten und wie eine optimale Blutdrucktabelle aussehen sollte.

Systolischer Blutdruck

Generell ist es so, dass das Blut vom Herzmuskel durch den Körper gepumpt wird, dies erfolgt allerdings nicht in einem gleichförmigen Strom wie beispielsweise das fließende Wasser bei aufgedrehtem Wasserhahn. Vergleichbar handelt es sich hierbei um einen wellenartigen Pumpvorgang. Der Blutdruck ist demnach der Druck, der vom Blut auf die Gefäßwände ausgeübt wird. Der obere Wert ist der sogenannte „systolische Blutdruck“. Dieser maximale Druck wird dann erreicht, wenn sich das Herz so weit wie möglich zusammenzieht und Blut auswirft.

Diastolischer Blutdruck

Der untere Wert bei der Blutdruckanzeige ist der sogenannte „diastolische Blutdruck“. Nachdem sich das Herz beim systolischen Wert so weit wie möglich zusammengezogen hat, muss sich die Herzkammer für den nächsten Pumpstoß erst wieder Kraft holen und sich mit Blut füllen. Da sich in dieser Phase die Herzkammern entspannen und kein Blut in die Hauptschlagadern gepumpt wird, fällt der Blutdruck langsam ab, solange bis der nächste Pumpstoß vom Herzen kommt. Wird beispielsweise ein Blutdruck von 120 zu 80 angezeigt, so bedeutet es, dass sich der Druck ständig wellenförmig zwischen diesen beiden Größen hin und her bewegt.

Was ist eine Blutdrucktabelle?

Um seinen Blutdruck über einen längeren Zeitraum beobachten und beurteilen zu können, ist eine Blutdrucktabelle optimal geeignet. In so einer Tabelle können unter anderem das Datum, Uhrzeit, Blutdruckwerte, Puls und Notizen zu körperlicher Anstrengung oder Sonstigem vermerkt werden.

Da ein einziger gemessener Wert nicht aussagekräftig ist, sollte der Blutdruck über eine längere Zeit gemessen und notiert werden, im besten Fall sogar 2-3 Mal pro Tag. Danach kann der Blutdruck entweder selber oder von einem Arzt beurteilt werden.

Welche Werte sollten in eine Blutdrucktabelle eingetragen werden?

• Datum und Uhrzeit

Wichtig ist immer das Datum und auch die Uhrzeit zu notieren, vor allem wenn mehrere Messungen täglich stattfinden.

• Blutdruckwerte

Die gemessenen Werte müssen in die dafür vorgesehenen Spalten geschrieben werden.

• Puls

Um die optimale Funktionsfähigkeit des Herzens zu dokumentieren eignet sich nicht nur das Notieren der Blutdruckwerte, sondern auch die Pulswerte.

• Pulsdruck

Neben dem Puls kann auch noch der sogenannte „Pulsdruck“ vermerkt werden. Dieser gibt Auskunft über die Dehnbarkeit der Arterien. Der Pulsdruck ist die Differenz zwischen dem systolischen und dem diastolischen Wert.

Bei einer Blutdrucktabelle ist es auch möglich die Werte nach dem Ampelsystem zu beurteilen. Der grüne Bereich steht für einen optimalen bzw. normalen Blutdruck, der orange Bereich ist für Werte gedacht die leicht erhöht sind und der rote Bereich ist für Werte die im Bereich von Bluthochdruck angesiedelt sind.

Warum sollte eine Blutdrucktabelle geführt werden?

Mit der Hilfe einer Blutdrucktabelle lassen sich sowohl die Blutdruckschwankungen innerhalb eines normalen Tages analysieren aber auch etwaige Veränderungen, die durch Stress oder körperliche Anstrengung kommen. Diese Tabelle kann vor allem den Ärzten bei der Beurteilung ihrer Herzgesundheit helfen und ist außerdem ohne großen Aufwand zu pflegen.

Vor allem ältere Menschen die bereits an Bluthochdruck leiden, sollten die Werte regelmäßig kontrollieren, damit der Arzt auch die notwendigen Medikamente perfekt dosieren kann. Beim Führen einer Blutdrucktabelle kann frühestmöglich zu hoher Blutdruck erkannt aber auch der Erfolg bei der Therapie optimal verfolgt werden. Nicht nur für Menschen die bereits an Hypertonie leiden ist eine Blutdrucktabelle geeignet, sondern auch für jene die dem Bluthochdruck vorbeugen möchten. Wichtig ist, wenn über eine längere Zeit zu hohe Werte gemessen werden, dass unbedingt ein ärztlicher Rat eingeholt werden sollte.

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