Blutdruck senkenBlutdruck senken

Erhöhten Blutdruck senken bedeutet, gesünder und länger leben! Bluthochdruck ist verantwortlich für mehrere Herz-Kreislauf-Krankheiten wie Herzinsuffizienz, Schlaganfall, Herzversagen und führt in der Folge oftmals zum Tod. Deswegen ist es wichtig für Menschen, die an zu hohem Blutdruck leiden, diesen zu senken. Dafür gibt es grundsätzlich zwei Vorgehensweisen:

• Den Blutdruck medikamentös senken
• Den Blutdruck auf natürliche Weisen senken

Den Blutdruck senken – natürliche Wege

Wer motiviert ist, seinen Blutdruck zu senken, ist oftmals in der Lage, auf blutdrucksenkende Medikamente komplett zu verzichten. Auf diese Weise vermeidet er Nebenwirkungen. Das Absetzen der Medikamente oder die Reduktion der Medikamentendosis geschieht im Idealfall nicht ohne vorherige Absprache mit dem Arzt. Folgende natürliche Methoden gibt es, um den Blutdruck zu senken:

• Bewegen Sie sich regelmäßig und viel
• Verwenden Sie in der Küche Kräuter statt Salz
• Achten Sie auf Ihren Alkohol- und Tabakkonsum
• Achten Sie auf Ihr Körpergewicht
• Vermeiden Sie Stress oder verändern Sie den Umgang mit Stress

Bewegung – ein gut durchdachtes Sportprogramm entwickeln

Mit einem gut durchdachten Sport erreichen Sie abhängig von Faktoren wie Alter, Gewicht, Sportart, Trainingsumfang und anderen eine Verminderung der Blutdruckwerte um fünf bis zehn mmHg.Optimal sind Sportarten mit einer mäßigen Ausdauerbelastung wie Joggen, Nordic Walking, Wandern und Skilaufen. Des Weiteren Rad fahren, Schwimmen und verschiedene Ballsportarten wie Tennis, wenn diese nicht unter Wettkampfbedingungen stattfinden.Empfehlenswert ist oftmals moderates Krafttraining in Kombination mit Ausdauertraining. Dieses führt zu einer erhöhten Muskelmasse und in der Folge zu einem besseren Stoffwechsel. Weiterhin verringert sich in vielen Fällen die problematische Insulinresistenz, die bei vielen Betroffenen von Bluthochdruck oder Diabetes vorhanden ist.Für das Krafttraining gilt: weniger ist oftmals mehr. Das bedeutet, keine schweren Gewichte stemmen oder Bodybuilding betreiben. Ansonsten lassen sich gefährliche Überbelastungen des Herz-Kreislauf-Systems nicht ausschließen.Empfehlen lässt sich eine Trainingshäufigkeit von drei bis fünf Einheiten in einer Woche. Die Dauer einer Trainingseinheit beträgt im Idealfall 30 Minuten. Die Intensität Ihrer Trainingsleistung steigern Sie am besten langsam. Anfangs genügt es in vielen Fällen, zu Joggen statt zu Gehen. Wichtig bei allen Trainingseinheiten ist, dass Sie zum einen die Intensität spüren, zum anderen den Puls nicht zu stark ansteigen lassen.

In der Küche frische Kräuter statt Salz verwenden

Eine zu hohe Salzzufuhr führt bei vielen Menschen zu erhöhten Blutdruckwerten. In diesen Fällen gilt: Weniger Salz zu sich nehmen oder komplett auf gesalzene Speisen verzichten und auf diese Weise den Blutdruck deutlich senken.Dass salzarme Speisen fade schmecken, widerlegt die mediterrane Küche, welche die Deutsche Herzstiftung Menschen mit Herzerkrankungen empfiehlt. Im Gegenteil: Mit ausgewählten und frischen Kräutern lässt sich in vielen Fällen ein besserer Geschmack erzielen als mit viel Salz.

Achten Sie auf Ihren Alkohol- und Tabakkonsum

Wer viel Alkohol zu sich nimmt, erhöht in der Regel seine Blutdruckwerte. Männern empfiehlt sich ein Alkoholkonsum von nicht mehr als 20 Gramm am Tag, was einer Menge von 250 Millilitern Wein entspricht. Bei Frauen gilt: Am besten trinken Frauen nicht mehr als zehn Gramm Alkohol am Tag, da sie Alkohol langsamer abbauen als Männer.Wer an Bluthochdruck leidet und raucht, gefährdet seine Gesundheit doppelt. Da der Bluthochdruck sich schon schädigend auf die Gefäße auswirkt, verschärft sich durch Rauchen das Risiko auf alle bluthochdruckbedingten Folgekrankheiten.

Ein zu hohes Körpergewicht vermeiden – am besten Normalgewicht anstreben

Zu viele Pfunde auf den Rippen beeinflussen die Blutdruckwerte negativ. Weiterhin führen sie in vielen Fällen zu Unwohlsein bei Betroffenen, weil diese sich unattraktiv fühlen. Dies endet oftmals in sozialer Abgrenzung. Strengen Sie sich an, bis die Waage Normalgewicht anzeigt, weil es sich positiv auf Ihre Gesundheit und Ihr Selbstwertgefühl auswirkt. Und: Die Normalisierung des Körpergewichts gehört zu jenen Maßnahmen, mit denen sich erhöhter Blutdruck wirkungsvoll senken lässt. Ein weiterer positiver Effekt: Sie lernen neue Menschen, neue Sportarten oder beides kennen und bereichern ihr Leben.

Den Umgang mit Stress verbessern

Stress lässt sich in unserer schnelllebigen Zeit, geprägt durch steigende Anforderungen im Alltag und Arbeitsleben, nahezu nicht vermeiden. Zu viel Stress oder der falsche Umgang mit Stress ist in der Lage, den Blutdruck und das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu erhöhen. Menschen mit einem durch Stress geplagten Alltag tun aus diesem Grund gut daran, regelmäßige Entspannungspausen einzulegen. Dies fördert die Normalisierung des Blutdrucks.Optimale Methoden zur Entspannung sind autogenes Training, Yoga sowie Meditation und andere. Das Erlernen vieler Entspannungsmethoden bieten Volkshochschulen und Krankenkassen an. Des Weiteren Sportvereine und Selbsthilfegruppen.

Den Blutdruck senken mit Medikamenten 

Nicht in allen Fällen gelingt es, erhöhte Blutdruckwerte auf natürliche Weisen zu senken. Medikamentöse Behandlung lässt sich nicht vermeiden, wenn der Blutdruck dauerhaft zu hoch ist.Häufig eingesetzte Gruppen von Arzneimitteln zur Behandlung von hohem Blutdruck sind: ACE-Hemmer, Betablocker und Diuretika. Des Weiteren finden oftmals Kalziumantagonisten und Sartane Anwendung.ACE beeinflussen körpereigene und den Blutdruck steuernde Hormone. Sie blockieren ein bestimmtes Enzym, das für die Bildung des den Blutdruck steigernden Hormons Angiotensin mitverantwortlich ist.Die häufigste Nebenwirkung von AC-Hemmern ist Reizhusten. Weniger kommt es zu Störungen des Geschmackempfindens, Schwellungen der Schleimhäute und Hautausschlägen. Schwangere vermeiden dieses Medikament am besten, da es in der Lage ist, das ungeborene Kind zu schädigen.Betablocker verursachen Herzschlagverringerung und schützen das Herz gleichzeitig vor zu viel Stress. Da es mehrere Arten von Betablockern gibt, hängt es von verschiedenen Faktoren ab wie vorhandene Erkrankungen, welcher Betablocker sich am besten eignet.Wichtig für Menschen, die Betablocker einnehmen und vorhaben, die Behandlung zu beenden, ist Folgendes: Das Medikament nicht abrupt, sondern schrittweise absetzen. Ansonsten folgt in vielen Fällen ein plötzlicher Anstieg des Blutdrucks auf einen hohen Wert. Weniger auftretende Nebenwirkungen von Betablockern sind eine Verengung der unteren Atemwege und Kurzatmigkeit, weswegen sie sich weniger für Asthmatiker eignen.Unter der Bezeichnung Diuretika verstecken sich entwässernde Medikamente, die die Nierentätigkeit auf eine Art beeinflussen, dass der Blutdruck langfristig sinkt. Nebenwirkungen in den ersten Tagen sind oftmals ein gesteigerter Harndrang sowie eine erhöhte Urinmenge sein.Kaliumantagonisten dehnen die Blutgefäße, sodass das Blut mehr Platz hat und in der Lage ist, sich besser zu verteilen. Dies bewirkt eine Blutdrucksenkung. Mögliche Nebenwirkungen: Hautausschläge, Herzklopfen. Des Weiteren Schwellungen und Gesichtsrötung.Sartane beeinflussen das den Blutdruck steigernde Hormon Angiotensin in der Weise, dass sie dessen Wirkung aufheben. Des Weiteren haben diese Medikamente ähnliche Nebenwirkungen wie ACE-Hemmer, außer dass sie in weniger Fällen einen Hustenreiz auslösen.